Der berufliche Werdegang von Markus Berendes Teil 1!

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In diesem Interview mit Markus Berendes erhalten Sie einen sehr persönlichen Einblick über dessen Jugendphase, bis hin zur ersten großen Entscheidung.

Ein Kind der 70er Jahre

Interviewer: Hallo Herr Markus Berendes. Vielen Dank für Ihre Einladung. Ich bin sehr gespannt, was wir heute erfahren werden. Um das Ganze angenehmer zu gestalten, wechsle ich nun vom Sie zum Du. Ich möchte ein bisschen was über Deine Geschichte erfahren. Die erste Frage, die ich an Dich habe ist, was ist Deine Geschichte? Wie wurdest Du zu dem Mann, der Du heute bist? 

Markus Berendes: Ja, es ist eine komplexe Geschichte, glaube ich. Also ich bin ja ein Kind der 60er, 70er Jahre, soll heißen, diese Flower-Power Zeit habe ich gerade verpasst. Die hätte ich gerne bewusster erlebt. Die 70er Jahre waren ja mitunter durch den Ölpreisschock so eine eher schwierige Phase. 

Das hat sich natürlich auch auf meine Eltern ausgewirkt. Damals war ich ein Teenager und dann sind so Dinge wichtig in der Familie, dass man überlebt, dass man klar kommt, dass es gut läuft für die Familie. 

Es ging darum, dass die Kinder etwas zum Anziehen, zum Essen hatten. Und das, denke ich, hat sich damals auch gesellschaftlich widergespiegelt. Wir hatten einerseits diese linke Bewegung und wir hatten dann so Geschichten wie Baader Meinhof und wir hatten dann aber auch dieses Establishment, das dagegen gehalten hat, ganz massiv. 

Und das hat mich geprägt. Also ja diese Erfahrung, dass es da eine verkrustete, ältere Generation gab, die jetzt gefordert wurde von einem späteren Kanzler Schröder, der am Zaun gestanden ist und an diesen gerüttelt hat vor dem Bundeskanzleramt. Dieser Konflikt zwischen extrem links und sehr konservativ rechts, der war damals spürbar. Der ist heute völlig verwässert und den kann man heute nicht mehr in der Form wahrnehmen, wie er damals war. Das hat mich geprägt natürlich.

Interviewer: Und wo genau bist Du groß geworden Markus?

Markus Berendes: In München. Also ab meinem zehnten Lebensjahr, waren wir in München. Davor in Baden-Württemberg, geboren bin ich in Wiesbaden. Aber die Zeit, an die ich mich erinnere, das ist im Prinzip die in München gewesen.

Kein Freund der Schule

Interviewer: Dann war deine Schulzeit auch in München? Wie erging es dir in deiner Schulzeit, an was kannst du dich noch erinnern?  

Markus Berendes: Ja das war in München. Wie es mir erging? Müsste ich es in einem Satz zusammenfassen dann wäre es der Folgende! Notwendig, aber nicht wirklich das, was mir Spaß gemacht hat. Der Sport hat mir Spaß gemacht, aber ja, Latein lernen war nicht so mein Ding.

Interviewer: Okay. Also eher sportlich angehaucht?

Markus Berendes: Nicht nur angehaucht. Das hat sich einfach dann später auch, glaube ich, bewiesen, dass ich eher der Pragmatiker bin. Ich habe dann auch eine Lehre gemacht und bin dann über die Banklehre in die Tätigkeit und in mein Leben, so wie heute, gestartet. Sport, war das schönste in der Jugend, in der Teenagerzeit, wie man so sagt. 

Interviewer: Was war Dein Lieblingssport? 

Markus Berendes: Ich bin gerne Ski gefahren und fahre auch heute noch gerne Ski. Zudem liebe ich das Segeln. Wir haben eine Chance von unseren Eltern bekommen. Die haben dafür gesorgt, dass wir am Forggensee im Allgäu, segeln konnten und Segelkurse nehmen konnten. Später eben hatten wir auch ein Segelboot, ein 470er,  eine Sportjolle. Das Segeln hat mich schon sehr geprägt. Und das hat mich auch nicht losgelassen. Ich mache das nach wie vor. 

Markus Berendes und der Ruf der großen Welt

Interviewer: Du meintest vorhin, Du hast eine Ausbildung gemacht bei der Bank. Und bist Du danach noch bei der Bank geblieben?

Markus Berendes: Ich war dann versehentlich bei der Bundeswehr. Also irgendwie war ich dann dort und habe gedacht, wieso bin ich eigentlich hier? Was für mich empfunden wirklich vertane Zeit war. Aber es war damals halt noch nötig. Fünfzehn Monate Grundwehrdienst, oder man hat verweigert. Aber das Verweigern habe ich irgendwie überhaupt nicht realisiert. Plötzlich war ich bei der Bundeswehr. 

Und nach der Bundeswehr bin ich dann nochmal ein knappes Jahr zurück zur Bank. Dort habe ich dann Betriebsreservetätigkeiten, auch Filialleiter Vertretung und so etwas gemacht. Und dann bin ich ein halbes Jahr nach Chicago. Weil wir dort die Möglichkeit hatten, an einer Nebenbörse zu agieren. 

Ein bisschen was in Amerika, um in das Land halt mal reinschnuppern zu können. Das hat mich natürlich auch geprägt. Es war das erste Mal wirklich weit weg von der Familie. Allein. Mit gerade mal gut 20 Jahren. 

Das war schon für mich etwas Besonderes. Da einfach klar zu kommen und nicht Mama oder Papa zu haben, die einem wieder etwas weggeräumt haben.

Interviewer: Klar, gut vorstellbar. Wie ins kalte Wasser geschmissen in der Zeit?

Markus Berendes: Ja, nicht ganz. Wenn ich die Schulzeit in Chicago verbracht hätte, dann wäre es vielleicht kaltes Wasser gewesen. So war es lauwarmes Wasser.

Interviewer: Und wie lange warst Du in Chicago?

Markus Berendes: Ein halbes Jahr. 

Verkäufer oder Berater?

Interviewer: Und danach bist Du wieder zurückgekommen? Wie ging es dann weiter? 

Markus Berendes: Ja. Ich hatte überlegt, ob ich wieder zur Bank gehe. Ich hatte ein Erlebnis bei der Bank, das mich, wie soll ich sagen, das mich schon geprägt hat. Und zwar gab es zu der damaligen Zeit sogenannte Bonussparverträge. 

Für sieben Jahre konnte man einen Sparvertrag machen und bekam vom Staat jedes Jahr zwei Prozent Bonus. Außerdem gute Zinsen, also nicht Nullzinsen, sondern sechs, sieben Prozent Zinsen sowieso auf den angesparten Betrag, aber eben noch dazu einen staatlichen Bonus. 

Das sollte in diesen 70er Jahren, Beginn der 80er Jahre, die Menschen zum Sparen anregen. Einfach, dass sie viel bekommen. Das wurde dann abgeschafft, weil der Staat kein Geld hatte. Die zwei Prozent wurden also gestrichen. Und an dem Tag, wo die gestrichen wurden, kam die Bank mit dem Slogan daher. „Wir zahlen Ihren Bonus weiter!“

Und das bedeutete aber dann nicht, sie haben zwei Prozent pro Jahr bezahlt, sieben Jahre lang, sondern am Ende der Laufzeit einmal zwei Prozent. 

Und haben das aber als Werbung in den Raum gestellt. WIR ZAHLEN WEITER! Und die wurde so geschickt platziert die Werbung im Schaufenster und am Schalter, dass jeder der reinkam meinte, okay, wir kriegen die gleiche Verzinsung wie vorher. Das hat mich damals in meiner jugendlichen Naivität völlig geschockt. 

Ich fand das total unanständig und habe gedacht. Okay, so kann man eigentlich mit Kunden nicht umgehen und stand zwischen Baum und Borke, weil ich ja am Schalter war. Ich konnte nicht hergehen und zu den Leuten sagen, sie sollen das nicht glauben. Ich musste ja sagen, das ist jetzt der Weg, so müsst ihr euer Geld anlegen.

Und natürlich hatten wir eine Vorgabe. Wir mussten, ich weiß das noch, in zwei Monaten 400 Verträge verkaufen. 

Und die hat der Zweigstellenleiter auch auf den Lehrling aufgeteilt, also auf mich. Jeder bekam da seine Zahl zugeteilt. Und da habe ich gemerkt, Bank ist nicht Beratung, sondern Bank ist Verkauf. Und das hat mich dazu gebracht zu überlegen, wo könnte es denn ein bisschen anders sein. Und so bin ich zur Bonnfinanz gekommen, wo es ja dann auch, sagen wir mal den Querweg zu Berthold Schadek gab.

Der berufliche Werdegang von Markus Berendes Teil 2

Wie es mit Markus Berendes bei der Bonnfinanz weiterging erfahren Sie im zweiten Teil unserer Interviewreihe “Markus Berendes Beruflicher Weg!

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